Vor etwa 120 Jahren wurden noch Lochkarten als früheste Form der Speichernutzung bei einem Computer eingesetzt. Seitdem ist die Entwicklung des Speichers dramatisch vorangegangen. Inzwischen ist „Cloud Computing“, also Software, Rechenleistung und Speicher bereitgestellt über das Internet in aller Munde. Spezielle Software zur Nutzung der Cloud ist in der Regel nicht notwendig, der Zugriff und die Nutzung erfolgt allein durch den Browser. Der Begriff Cloud ist wenige Jahre nach der Jahrtausendwende entstanden und wurde im Jahr 2009 durch das National Institue of Standards and Technology (NIST) erstmalig definiert.

Formen der Cloud

Microsoft stellt gleich mehrere Formen der Cloud in über 38 Regionen der Welt, mehr als jeder andere Cloudanbieter, zur Verfügung. Üblicherweise werden Clouddienste nach einem Schichtenmodell in Infrastructure as a Service, Plattform as a Service und Software as a Service unterteilt.

Mit Infrastructure as a Service, kurz IaaS der untersten Schicht bietet Microsoft dem Kunden umfangreiche Möglichkeiten zur Nutzung und eigenständiger Verwaltung von Recheninstanzen, sogenannter virtueller Server an. Die Computerinfrastruktur ist in der Regel sofort nutzbar und die Ressourcen können nach Bedarf hoch bzw. runterskaliert werden. Anschaffungskosten und die Komplexität der Verwaltung die mit dem Erwerb und der Wartung eigener Server und Komponenten wie Serverräume und Klimakühlungen einhergehen gehören damit der Vergangenheit an. Mit Microsoft IaaS reduzieren Sie die laufenden IT-Kosten in ihrem Unternehmen die für die Einrichtung und den Betrieb eines lokalen Datencenters notwendig wären.

Mit Plattform as a Service (PaaS) stellt Microsoft eine vollständige Bereitstellungs- und Entwicklungsumgebung in der Cloud zur Verfügung. Ressourcen wie Speicher, Netzwerk und CPU werden seitens Microsoft zur Verfügung gestellt und verwaltet. IaaS ist in Paas bei Microsoft bereits mit inbegriffen, Sie profitieren also von allen Features die Infrastructure as a Service bietet und können zusätzlich von leistungsstarken Entwicklertools profitieren. Profitieren Sie schon heute von der Skalierbarkeit der Microsoft Cloud. Durch die Azure Cosmos DB, einem weltweit verfügbaren Datenbankservice profitieren Sie von horizontaler Skalierbarkeit und einer garantierten Verfügbarkeit.

Durch Software as a Service (SaaS) können Sie auf cloudbasierte Software zugreifen und diese nutzen. Zu der bekanntesten App zählt Microsoft Office 365 mit den enthaltenen Tools Microsoft Word, Excel und Outlook. Microsoft bietet eine umfassende Softwarelösung, der Kauf von Software entfällt denn Sie bezahlen lediglich eine Leihgebühr. Microsoft verwaltet die notwendige Hardware und Software und stellt bei Abschluss eines zusätzlichen Servicevertrags auch die Verfügbarkeit und Sicherheit der App und Daten sicher. Mit der App Source von Microsoft finden Sie die richtige App für Ihre Geschäftsanfordergen. Holen Sie sich Lösungen, die speziell für Ihr Umfeld entwickelt wurde und mit den Produkten eingesetzt werden können, die sie bereits nutzen.

Microsoft bietet in der sogenannten Enterprise Version ihr Flaggschiff Operations (früher AX7) und CRM (Customer Relationship Management) mit den Bereichen Sales, Customer Service, Fieldservice und Project Service in einer homogenen Landschaft an. Ab Mitte dieses Jahres steht eine weitere Version zur Verfügung, die sogenannte Business Edition. Diese beinhaltet neben dem Finance (früher Microsoft NAV) Bereich ein Modul für Vertriebssteuerung und ein Modul für Marketing. Damit löst Microsoft das vorherige Konzept der eigenständigen Lösungen auf und vereinbart ERP und CRM auf einer Plattform.

Wie hätten Sie es gerne?

Microsoft bietet seinen Kunden je nach Sensibilität der Unternehmensprozesse verschiedene Formen zur Absicherung der Daten. Die erste Variante ist die reine Cloudbasierte Lösung, in welcher die gesamte ERP in der Microsoft Azure Cloud liegt und somit den vollen Umfang von Synergien (Office 365, Power BI, Lifecycle-Services, IoT und weitere) erfährt. Weiterhin erhält der Kunde volle Unterstützung bei der Skalierung der Infrastruktur nach Bedarf der Geschäftsprozesse und Unternehmensumfang.

Weiterhin ist eine sog. hybride Lösung eine Möglichkeit, in der Teile des Unternehmens lokal verwaltet und die Datenhaltung lokalisieren. Als Beispiel führt Microsoft ein Einzelhandelsunternehmen auf, in dem die einzelnen Ladengeschäfte lokal (lokale Server) und somit auch „offline“ den dauerhaften Zugriff auf die ERP gewährleisten und sich bei Online-Betrieb mit der ERP synchronisieren. Die eigentliche ERP wird weiterhin in der Cloud betrieben.

Für Unternehmen, die eine ganzheitliche lokale Datenverwaltung und die damit einhergehende Server-Verwaltung bevorzugen bietet Microsoft ebenfalls eine reine „On-Premise“-Lösung. In dieser Form wird die Synchronisierung mit der Cloud abgeschaltet und sowohl Geschäftsprozesse als auch Datenhaltung werden in der lokalen Infrastruktur durchgeführt. Die Daten und die Infrastruktur liegen in dieser Form in der Hand des Kunden, jedoch sind auch die Vorteile der Cloud beschränkt bzw. entfallen.

Microsoft reagiert damit auf die Anforderungen an Unabhängigkeit gegenüber langsame und instabile Internetanbindungen und erhöhten Datenschutz mit einer Kombination aus lokal betriebener IT-Infrastruktur und den Vorteilen der Microsoft Cloud.

Nahtlose Integration

Microsoft stellt mit Azure dem Nutzer eine umfangreiche und intuitiv bedienbare Plattform bereit, mit der sich ERP Lösungen wie Microsoft Operations schnell und mit wenig Aufwand für ihr Unternehmen bereitstellen lassen. Dabei übernimmt Microsoft anhand der Useranzahl und Funktionsumfang das Server-Sizing vollautomatisch im Hintergrund. Fundierte IT-Kenntnisse über benötigte lokale IT Hardware wird nicht mehr benötigt. Weitere Dienste wie Authentifizierung über Active Directory oder Goup Ware lassen sich ebenfalls über Azure für ihr Unternehmen konfigurieren.

Eine Sorge weniger

Erinnern Sie sich noch an die SEPA Umstellung im Jahr 2014 in Deutschland zurück? Die damalige Umstellung auf IBAN und die Ablösung der DTI-Dateien war für nahezu jeden Dienstleister im ERP (Enterprise-Resource-Planning) Umfeld mit erheblichen Aufwand verbunden. Denn jeder Dienstleister hat eine individuelle Lösung für den Zahlungsmittelverkehr bei seinem Kunden implementiert. Durch die Nutzung der Microsoft Cloud haben Sie eine Sorge weniger. Denn durch die Nutzung der Cloud liegt die Verantwortung bei Microsoft, welche rechtliche Updates automatisiert über die Cloud verteilt werden. So besteht kein Aufwand für Dienstleister und Endkunden, für die rechtlich abgesicherte und korrekte Abwicklung ist der Anbieter verantwortlich.

Business Consultant bei AlfaPeople

Martin Hermes ist ein CRM Experte mit langjähriger Erfahrung in den Fachgebieten Sales, Field Service und Customer Service. Darüber hinaus hat er fundierte Kenntnisse in den Bereichen IT Service Management und ITIL Prozesse.

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