Microsoft Dynamics 365 ist einer der anerkanntesten Softwareanbieter weltweit und arbeitet derzeit mit großen Unternehmen wie u. a. Renault, Macy’s, Toyota und Siemens zusammen. Aber wie und von wem wurde dieses System entwickelt? Und was ist der nächste Schritt, den Ihr Unternehmen zur Digitalisierung seiner Geschäftsaktivitäten unternehmen sollte?

Dynamics 365 ist eine Cloud- und On-Premise-Produktsuite mit Funktionen für CRM (Front-Office) und ERP (Back-Office). Microsofts Führungsrolle in Bezug auf Business-Technologien reicht mehrere Jahrzehnte zurück. Aber die Geschichte der CRM- und ERP-Systeme beginnt in den 1980er Jahren.

Die Lösungen, die heute als Microsoft Dynamics 365 bekannt sind, waren einst separate Programme, die von anderen Unternehmen in verschiedenen Ländern entwickelt wurden. In den 1980er Jahren begannen Unternehmen, bei der Verwaltung ihrer Finanzen und Workflows auf Computertechnologien zurückzugreifen, aber die Technologien mussten sich schnell und im großen Ausmaß weiterentwickeln, um den steigenden Anforderungen der Unternehmen gerecht zu werden.

In den 1990er Jahren führte Microsoft eine Welle von Übernahmen an, kaufte Unternehmen mit herausragenden Softwarelösungen und schuf nach und nach ein globales Technologieimperium.

Spulen wir vor bis zum Jahr 2006, als ein Großteil der Software umbenannt wurde: Microsoft Business Solution wurde in Microsoft Dynamics umbenannt, Navision in Dynamics Nav, Dynamics GP in Great Plains, Dynamics SL in Solomon und Microsoft CRM in Microsoft Dynamics CRM. Und Axapta, das zuvor als Dynamics AX bekannt war, erhielt die neue Bezeichnung „Dynamics 365 for Finance and Operations“.

Mit der Einführung der Office 365 Cloud-Technologien im Jahr 2013 läutete Microsoft eine neue Ära ein. Damit einher ging die Ankündigung der nächsten Stufe in der Entwicklung der umfangreichen kommerziellen Lösungen von Microsoft: Dynamics 365, das auf einer vereinheitlichten Suite aus CRM- und ERP-Anwendungen mit neuen Funktionen und einem neuen Lizenzmodell basiert.

Mobile Funktionen für einige Dynamics-Plattformen wurden im Jahr 2016 eingeführt – diese machten die Technologie zugänglicher und trieben die Idee „Cloud first, mobile first“ voran.

Die letzten Änderungen von Microsoft Dynamics 365 wurden am 1. Oktober 2019 vorgestellt: Im Rahmen der Anpassungen des Lizenz- und Preismodells wurde das beliebte ERP Dynamics 365 for Finance and Operations in Dynamics 365 Finance und Dynamics 365 Supply Chain Management unterteilt. (Mehr lesen: Das neue Lizenzmodell).

Microsoft Dynamics 365 bietet Intelligence, Mobilität, Skalierbarkeit, Sicherheit, Kompatibilität und eine echte digitale Transformation für Unternehmen jeder Art – sowohl für kleine und mittlere Unternehmen als auch für Großkonzerne. Aber was ist der Unterschied zwischen CRM und ERP? Und wie arbeiten sie zusammen?

Unterschiede zwischen CRM und ERP

Beide Softwarelösungen, CRM und ERP, haben sich infolge der digitalen Transformation in der globalen Unternehmenswelt exponentiell weiterentwickelt. Obwohl Lösungen von ihren Endbenutzern auf unterschiedliche Weise genutzt werden, haben sie im Wesentlichen das gleiche Ziel: die Steigerung der Effizienz und der Rentabilität.

Aber wenn beide Systeme das gleiche Ziel verfolgen, warum gelten sie dann als unterschiedlich? Im Folgenden erläutern wir die Unterschiede und die einzelnen Module von CRM und ERP.

CRM (Customer Relationship Management) ist ein System zur Verwaltung von Front-Office-Aufgaben, die sich an Kunden wenden. Im Falle von Dynamics 365 umfasst dies die Bereiche Marketing, Vertrieb, Kundendienst, Außendienst, Automatisierung von Projektservices und mehr.

Da wäre zunächst Dynamics 365 Sales: Dieses Modul ist für die Automatisierung von Workflows und die Förderung einer individuellen Kundenbeziehung mit verbesserter Übersicht und Kontrolle des Verkaufsprozesses zuständig. Es bietet Vertriebsteams die erforderlichen Informationen und Anweisungen, damit diese sich den neuen Herausforderungen der Unternehmensführung stellen können.

Dynamics 365 for Marketing bietet Endbenutzern die Möglichkeit, Kampagnen zu verwalten, Marketingdaten mit der Vertriebsabteilung abzustimmen, neue Leads durch Veranstaltungen und Websites zu generieren und eine 360-Grad-Ansicht der Kunden zu erhalten.

Der Bereich Customer Service bietet einen persönlicheren Service über verschiedene Kanäle, wie beispielsweise Telefon, E-Mail, soziale Netzwerke, Webseiten und mobile Anwendungen. Zusätzlich kontrolliert dieses Modul die Arbeitszeiten der Mitarbeiter und zeichnet alle Kundenrückmeldungen auf.

Dynamics 365 for Field Service unterstützt Techniker im Außendienst mit virtuellen Verbindungen, um Aufgaben zu rationalisieren und Redundanzen zu verringern.

Und schließlich Dynamics 365 Project Service Automation: Dieses Modul hilft Unternehmen bei der Verwaltung mehrerer Projekte innerhalb eines bestimmten Zeitraums und Budgets. Diese Lösung ermöglicht eine bessere Kontrolle über den Fortschritt von Projekten und unterstützt Mitarbeiter dabei, ihre Zeitplanung und Entscheidungsfindung effizienter zu gestalten.

CRM ist eine Technologie zur Aufzeichnung und Speicherung von Informationen über Kundeninteraktionen. Deshalb verbessert die Software die interne und externe Kommunikation und fördert jeden Aspekt des Kundenerlebnisses.

ERP (Enterprise Resource Planning) ist eine Business-Lösung, die sich auf die Optimierung interner Back-Office-Prozesse konzentriert. ERP-Technologien wie die von Microsoft lassen sich in Business Analytics-Tools wie Power BI integrieren, so dass Berichte über den Zustand Ihres Unternehmens direkt aus ERP-Daten erstellt werden können. Die ERP-Module von Dynamics 365 umfassen:

  • Dynamics 365 Finance: Automatisiert die Finanzprozesse eines Unternehmens und bietet umfangreichere Planungs- und Servicetools.
  • Dynamics 365 Supply Chain Management: Transformiert Unternehmensprozesse und Lieferketten mit Tools wie künstlicher Intelligenz (KI).
  • Dynamics 365 Retail: Erzeugt personalisierte Einkaufserlebnisse über physische und digitale Kanäle.
  • Dynamics 365 Talent: Bietet der Personalabteilung Instrumente zur Auswahl der besten Kandidaten.

ERP-Lösungen eröffnet neue Möglichkeiten für Unternehmen in ihren täglichen finanziellen und betrieblichen Prozessen und standardisiert gleichzeitig die Geschäftsprozesse, um Ressourcen effizienter zu nutzen und neue und verbesserte Geschäftsabschlüsse zu erzielen.

Drei Vorteile der Integration von CRM und ERP

  • Verbindung verschiedener Bereiche und Prozessoptimierung: Verschiedene Bereiche können auf derselben Plattform zusammenarbeiten, wodurch Fehler und Redundanzen bei der Verarbeitung von Daten reduziert werden und die Produktivität gesteigert wird.
  • Verbesserung von Analysen und Berichten innerhalb der Systeme: Durch die Integration beider Lösungen gemäß den Bedürfnissen eines Unternehmens und der jeweiligen Branche können tiefgehendere und detailliertere Analysen und Berichte für eine bessere Entscheidungsfindung und Prognose erstellt werden.
  • Vermeidung von Datenduplikaten und sofortige Aktualisierung: Daten werden in einem zentralen System gespeichert und daraus bereitgestellt – dieses System unterliegt, sofern es in der Cloud betrieben wird, automatischen Aktualisierungen und Verbesserungen gemäß der Microsoft-Roadmap.

Über AlfaPeople

AlfaPeople ist seit über 10 Jahren Marktführer bezüglich der Bereitstellung von Microsoft Dynamics 365-Lösungen und beschäftigt mehr als 550 Mitarbeiter in 14 Ländern weltweit. AlfaPeople bietet eine Reihe von Business-Lösungen von Microsoft an, wie z. B. Dynamics 365 Finance, Dynamics 365 Supply Chain Management, Dynamics 365 Sales, Dynamics 365 Customer Service und weitere.

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