Eine Idee. Entstanden während eines Team Meetings Anfang Dezember. „Warum fahren wir als Firma nicht einfach bei dem Radrennen am 18.6.2017 in Berlin mit?“, fragte ein Kollege aus Berlin. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich kaum jemand mit dem Radsport beschäftigt, geschweige denn ein Rennen gefahren. Die Unsicherheit war somit groß, aber nach einigem Wortwechsel und angeregten Diskussionen stand fest, wir machen das. Das Ziel mit einem Schnitt von 30km/h das Rennen zu beenden wurde mal so lose im Team festgehalten.

Nun ging es dann im Februar 2017 los. Es wurde versucht eine Trainingsrunde immer mittwochs zu etablieren. Aber schnell war klar, wir sind einfach zu viel in Projekten gebunden und sind vor allem in Deutschland ganz gut verteilt um uns regelmäßig zu treffen. Also war jetzt jeder auf sein eigenes Wochenendtraining angewiesen.

Aber dann kam auch schon die 2. Herausforderung die man im Eifer des Gefechtes bei der Planung und Zusage nicht bedacht hat, einige Kollegen haben gar kein geeignetes Rad für das Rennen. Jetzt ging die erfolgreiche Suche über das Internet im Gebrauchtmarkt los. Dann noch das Rad kurz auf die Körpermaße einstellen, Rad Hose, -helm und -schuhe besorgen und los gehen die Vorbereitungen.

Relativ schnell haben sich auch die ersten Fans aus den eigenen Reihen gemeldet. Kollegen, die nicht das Rennen fahren aber am Straßenrand anfeuern wollen. So kam es dazu, dass wir mit 6 Fahrern und diversen Fans geplant in Richtung Berlin steuerten. Kollegen reisten aus Berlin, Hamburg und Den Haag an um das sportliche Wochenende in Berlin zu verbringen.

Am Freitagabend ging es dann mit einer Bootsfahrt mit Grill durch Berlin los. Auf das Team wartete ein 5 PS Boot, das man ohne Führerschein steuern durfte. Das Steuern gestaltete sich aufgrund von Wind und Strömungen nicht ganz so einfach wie erwartet, aber als Team hat man auch das ohne jegliche Erfahrung super gemeistert. Der Regen war am Freitag zur Freude alle Beteiligten schon verzogen und wir schipperten bei einem traumhaften Grillabend in den Sonnenuntergang.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Anmeldung, Akkreditierung und des Besuchs der Rad-Messe vor dem Brandenburger Tor. Schnell stellte man fest, dass man als neues Team wirklich aus den letzten Reihen starten muss. Was natürlich die Nervosität nochmal steigert, der sog. Besenwagen ist dann nicht mehr so weit weg. Wenn das nicht so beliebte Auto einen im Rennen einholt, hat man die Mindestgeschwindigkeit unterschritten und wird eingesammelt.

Sonntag, 07.50 Uhr… Das Rennen geht los und das Team von AlfaPeople startet aus der letzten Reihe. Jeder der Fahrer stellt recht schnell fest, wenn man nicht überpünktlich im Startblock ist, startet man auch im Block von hinten. So ein Block hat dann doch gefühlte 1000 Räder. Und vor einem haben schon 6 Startblöcke losgelegt.

Was als Team gestartet ist, wurde recht schnell wegen Trainingsunterschiede im Feld getrennt. Spätestens bei den leichten Erhebungen am Wannsee stellte sich raus, wer genug Saft in den Schenkeln hat. Die Masse der Radfahrer und die Geschwindigkeit die teilweise über 50 km/h im Windschatten einer guten Gruppe gefahren wurde, ist für Neuling einfach beeindruckend.

Mit einem Schnitt von fast 37 km/h kam dann der erste gut trainierte Fahrer ins Ziel. Die anderen Teilnehmer kamen mit einem Schnitt von ca. 31 km/h in Ziel. Damit war das ursprünglich Ziel von 30 km/h erreicht. Aber was noch viel wichtiger ist, es kamen alle heil an.

Als wir dann sowohl auf der Stecke als auch im Ziel von den eigenen Fans empfangen wurden, waren alle sichtlich glücklich und beeindruckt. Ein Ziel direkt vor dem Brandenburger Tor und den Massen von tobenden Zuschauern steigerte auf den letzten Metern nochmal das Adrenalin.

Es steht fest… Das war nicht das letzte Rennen was wir als Team gefahren sind und alle sind sich nach den ersten Gesprächen auch einig… Das nächste Mal sind mehr Kollegen dabei!